Nicht noch ein Reiseblog

Kaum eine thematische Richtung in der Bloggerwelt, die derzeit so prächtig wächst wie die der Reiseblogs. Da geht es um Weltreisen, Städte, Länder, Touren, was man eben so entdecken kann auf der Welt. Warum also noch ein Vertreter dieser Zunft, warum ausgerechnet jetzt und warum sollte man das Ganze auch noch verfolgen?

“Echt, ein Reiseblog?”, fragt mich meine Freundin, als ich ihr von meinem Vorhaben erzähle, mit kofferstiftpapier ein neues Projekt ins Leben zu rufen. Gesunde Skepsis ist die eine Sache, der Blick in ihrem Gesicht eine andere. Reiseblogs gäbe es doch ohnehin wie Sand am Meer und irgendwie, sagt sie, wiederholt sich im Internet ja sowieso alles – früher oder später.

Nichts desto trotz: Mein Entschluss steht fest. Schließlich beinhaltet der ganze Gedanke hinter dem Blog quasi meine gesammelten Vorsätze fürs neue Jahr, Ideen und Erkenntnisse aus 2018, Pläne und Ziele für 2019, um die es schade wäre, würde man sie nicht zu Papier bringen.

Sandra und Reisen, das war über lange Zeit aus verschiedenen Gründen eine ganz seltsame Kombination. Zum Reisen braucht man, und das war die Hauptsache der ganzen Bredouille, nämlich vor allem zweierlei: Mut, den ich lange Zeit nicht hatte, und Geld, in dem ich dank meiner Ideale, meiner Liebe zur Freiheit und der örtlichen Finanzbehörde ebenfalls nicht schwimme. Sprich, mir fehlte bislang nicht nur Geld und Zeit, mal eben schnell die Welt zu umrunden und einfach so Neuseeland zu entdecken, ich hatte schlicht und ergreifend auch einfach die Hosen voll.

Es kam wie es kommen musste und die Argumente, dennoch mal neue Wege zu wagen, wurden größer und größer. Nordseestrand, Citytrips innerhalb des Landes und mal eben ein paar Tage in die Berge, wollten abgelöst werden durch andere Erfahrungen und Kulturen. Für jemanden, der über vier Jahre Sprachen studiert hat – ohnehin ein großes Versäumnis.

Wie genau es letztlich dazu kam, erzähle ich euch sicher in einem meiner nächsten Beiträge, jetzt ist jedenfalls die Zeit gekommen, dass ich entschieden habe, über meine Reisen (bzw. auch über das Reisen an sich) zu schreiben und zwar ebenfalls aus einer Vielzahl von Gründen.

* Ich habe aus den letzten Reisen immer wieder Geschichten mitgenommen, die ich mit dem Handwerkszeug der freien Journalistin sicherlich hätte erzählen können und wollen – und später, eben weil ich es nie getan habe, schlichtweg wieder vergessen.

* Meine Reisepläne fürs neue Jahr stehen bereits in den Startlöchern und versprechen nicht ganz unspannend zu werden.

* In meinem aktuellen Berufsleben könnte das Schreiben einen höheren Stellenwert haben, weshalb ein privates Blog therapeutische Funktion einnimmt.

* Durch den neuen Job meines Freundes beschäftige ich mich gerade recht intensiv mit dem Thema Tourismus und stelle einfach fest, dass es Unmengen an spannenden Ansätzen hergibt, und

* Ich schreibe seit einigen Jahren mindestens einen Stadt- bzw. Reiseführer pro Jahr und liebe die Recherchearbeit, das Um-die-Ecke-denken, die Beschäftigung mit Perspektiven, alles was dazugehört. Das zu Entdecken und weiterzugeben, verlangt förmlich nochmal nach einer ganz anderen Herangehensweise und einem räumlich viel weniger begrenzten Rahmen.

Womit wir hier bei kofferstiftpapier angekommen sind, denn Urlaub und Arbeit letztlich zu verbinden, kann eine ganze Menge Spaß machen. Euch erwartet über die nächste Zeit ein Reiseblog, das Geschichten von unterwegs aufgreift und das Ganze mit Reiseberichten und anderen Perspektiven auf Orte verknüpft. Euch erwarten Tourismusthemen, Insights zu aktuellen Trends, eigentlich alles was mich in irgendeiner Form an meinen Reisezielen reizt, was mir unterwegs vor die Füße fällt oder vor die Linse läuft.

A propos Linse: Auf Instagram und Facebook findet ihr dieses Projekt ab sofort ebenfalls unter @kofferstiftpapier.

Ein Kommentar zu „Nicht noch ein Reiseblog

  1. Hey, habe gerade deinen Blog entdeckt und bin jetzt neugierig geworden. Arbeite und studiere selber im Tourismusbereich, weshalb ich dir jetzt folgen werde! Liebe Grüße und ganz viel Spaß im Netz 🙂

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